Perfidie des Allzumenschlichen

Äquidistanz heißt Kollaboration mit dem Judenhass

Es war lange eine Tradition, dass Israelis nach der Ableistung ihres Wehrdienstes, nicht selten traumatisiert von den erlebten Armeeeinsätzen, eine Reise nach Indien unternahmen, um den Kopf frei zu bekommen. Im westindischen Strandort Goa versammelten sich Backpacker aus Israel mit jungen Indern und Europäern, um zu psychedelischen Klängen unter freiem Himmel zu tanzen und das Leben zu feiern. Von dort aus verbreitete sich Goa-Trance, als elektronischer Abkömmling der früheren Hippie-Bewegung, in alle Welt. Heute ist vor allem Israel bekannt für seine Goa-Partys in der Wüste Negev. Wer einmal eine solche Party besucht hat, weiß, dass dort die denkbar arglosesten Menschen zusammenkommen. Das Supernova-Festival, das am Abend des 6. Oktober in Israel begann, versprach seinen Besuchern ein Paralleluniversum, in dem sich Tanzflächen mit Safe Zones und Chill Out-Areas abwechseln, die dem freundlichen Gespräch mit Fremden oder dem entspannten Abklingen eines Drogentrips dienen. Publikum und DJs waren aus zahlreichen Ländern, von Japan über Indien bis Brasilien, angereist. Hunderte von Menschen erwarteten nach einer durchtanzten Nacht mit müden Füßen und in vermutlich glücklicher Erschöpfung die aufgehende Sonne, als am Himmel die Mörder der Hamas mit motorisierten Gleitschirmen erschienen. Das Massaker, das sie nach der Überwältigung der wenigen Sicherheitskräfte anrichteten, verübten sie an Menschen im Zustand äußerster Schutzlosigkeit. An den Notausgängen lauerten sie ihnen auf, Flüchtenden schossen sie in den Rücken, am Boden liegende Verletzte wurden gequält und hingerichtet. In den nahegelegenen Ortschaften gingen sie von Haus zu Haus, überraschten Familien beim Frühstücken, rissen Senioren aus dem Schlaf, ermordeten Kinder vor den Augen ihrer Geschwister.

Sadistische Ekstase

Das Entsetzliche, was am 7. Oktober in Israel geschah, muss in Worte gefasst werden, nicht allein um Empathie für die Angegriffenen zu wecken, sondern um annähernd begreiflich zu machen, welche Front sich gegen Israel und die Juden gebildet hat. Die grausamen Details des Überfalls hat die Hamas auf Video festgehalten und der ganzen Welt bekannt gemacht. Vor wenigen Jahren erst hatte der Islamische Staat (IS) nach der gleichen Methode seine Gräueltaten ausgestellt. Ebenso wie der Verbreitung von Angst und Abscheu dienten diese Videos schon damals der Rekrutierung von Anhängern, die ihre sadistische Freude an martialisch inszenierten Enthauptungs- und Erschießungsszenen hatten. Wer weiß, wie viele damals mit heimlicher Lust diese Videos gesehen haben. Auf Schulhöfen und Sportplätzen haben sie möglicherweise ihre perfide Freude an solchen Szenen mit anderen geteilt, häufig noch im Wissen, dass sie damit ein nicht nur offizielles Tabu übertreten, das es untersagt, sich an den Qualen anderer zu ergötzen. Die Minderheit, die bereit war, dieses Tabu offen zu brechen, hat sich entweder auf den Weg ins syrische Kalifat gemacht oder hierzulande Pläne geschmiedet, um den Dschihad nach Europa zu tragen. Nie aber – auch nicht, nachdem eine westlich geführte, internationale Koalition dem IS den Krieg erklärt hat – hat sich eine Massenbewegung formiert, um den Schlächtern des Islamischen Staats ihren Rückhalt zu versichern, und sei es unter dem Vorwand der Solidarität mit der syrischen Zivilbevölkerung.

Anders im Falle der Hamas: Demonstrationen auf der ganzen Welt bezeugen offen die Unterstützung für das Programm der Terrorbande, für ein Palästina vom Fluss bis zum Meer, wie die Hamas deklariert hat. Sie bemäntelten sich kaum mehr als Friedenskundgebungen, die die jeweilige israelische Reaktion verurteilen, sondern begannen bereits am Tag des Massakers als Freudenfeste im Siegesrausch. Die Beweise für die Untaten der Hamas, Bilder und Videos der Ermordeten und Geiseln, wurden bei zahlreichen Gelegenheiten offen präsentiert, als öffentliche Demonstration von Macht und Stärke, begleitet von hämischem Gelächter. Die feixenden Gesichter wiederholten, was bereits auf den Aufnahmen der Hamas zu sehen war: Als geschundene Frauenkörper auf Pick-ups und in Kofferräumen wie zu versklavende Kriegsbeute nach Gaza eingefahren wurden, blieben Passanten nicht etwa angewidert und voll Entsetzen stehen, sondern schlossen sich dem Triumphzug ekstatisch an.

Die Taten des IS hatten in der islamischen Welt noch, wenn auch häufig unter Verrenkungen, Distanzierungen und Verurteilungen nach sich gezogen. Diesmal aber geht es gegen die Juden, und die Hamas ist keine salafistische Wüstenbande, sondern eine seit Jahrzehnten von Iran, Katar, der Türkei und dem Westen gepäppelte Kriegstruppe, die überall ihre Fürsprecher hat. Gerade die Schamlosigkeit, mit der man auch in Europa seine Sympathie für die Barbaren kundtun kann, dürfte dafür sorgen, dass von den Neuköllner Möchtegernpogromisten, die dieser Tage »Mit unserem Blut und unserer Seele werden wir uns für al-Aqsa opfern« skandieren, keiner die Koffer packen und an die Front gehen wird. Vielmehr wird der Angriff der Hamas als Auftakt für ein weltweites Zuschlagen gegen Juden, ihre Synagogen und ihre Staatssymbole verstanden. Der versuchte Brandanschlag auf eine Synagoge in Berlin, der Überfall auf ein koscheres Restaurant in London und die tödlichen Schüsse auf eine israelische Reisegruppe in Alexandria verbreiten und intensivieren den Terror der Hamas.

Abrechnung mit der Zivilisation

Doch es geht den sich als palästinensisch identifizierenden Mördern, ihren Sympathisanten und denjenigen, die sie hierzulande exkulpieren, auch deshalb um die Vernichtung des Judentums, weil sich in der Geschichte der Juden unabweisbar die Geschichte der Menschheit, und das ist: die Geschichte der Zivilisation, kristallisiert. Wie in der Vernichtung der europäischen Juden durch den nationalsozialistischen Völkermord zuvor als anthropologische Konstanten begriffene Prinzipien der Zivilisationsgeschichte – der Primat der Selbsterhaltung, die Vorstellung von Arbeit als sinnhafter Tätigkeit in der sich das Individuum mit der Gesellschaft verbindet, die menschlicher Erkenntnis zugängliche Verschränkung von Immanenz und Transzendenz – irreversibel kassiert worden sind, so ist die palästinensische Barbarei, die sich am 7. Oktober bahnbrach, nicht einfach Ausdruck eines kulturellen Atavismus, dem die zivilisierte Welt heimzuleuchten hätte, sondern Barbarei auf der Höhe der Zeit. Sie verbrennen nicht nur die Leichen ihrer Opfer, als wären es Hexen, schänden nicht nur die Toten und führen präpotente Freudentänze auf den verstümmelten Körpern auf, sondern übertragen die Schmach mit den Kommunikationsmitteln des 21. Jahrhunderts in Echtzeit an ihre Fans, die sich nicht mehr nur als analoge Rotte um sie versammeln, sondern ihnen als digitale Crowd nationen- und staatenübergreifend Beifall in Form von Like-Daumen und Lach-Emojis spenden.

Den Hass auf die rudimentärsten Spuren von Glück, Luxus, Selbstgenuss und Selbstüberschreitung teilen sie mit vielen derer, die ihre Taten öffentlich verdammen, im Gespräch über das Attentat aber spätestens nach fünf Minuten zu bedenken geben, es sei vielleicht keine allzu gute Idee gewesen, in einer derart heiklen Region eine Open-Air-Party zu veranstalten. Dass es sich nicht ziemt, zur falschen Zeit vor die Tür zu gehen, dass man jeden immer und überall mit Respekt behandeln, also keine unbotmäßigen Fragen oder Meinungen äußern soll, dass es übergriffig und rücksichtslos ist, das eigene Leben allzu sichtbar zu genießen, sofern man dazu denn die Möglichkeit hat – solcher Furor der Selbstbescheidung, der die Mitmenschen mit permanenten Moral-, Hygiene- und Korrektheitschecks terrorisiert, hat sich den Einwohnern des Westens – auch denen, die sich an alldem stören –, längst derart eingekörpert, dass viele von ihnen angesichts des islamischen Schreckens wenn nicht heimliche Genugtuung, so doch Respekt, also eine diffuse Mischung aus Angst, Verlegenheit und Vorsicht, aber jedenfalls selten, wie es eigentlich anstände, begründete Furcht, Verachtung und kontrollierten Mut verspüren.

Genozidaler Todeskult und Friedenshetze

Die Toleranz gegenüber pro-palästinensischen Gewaltaufrufen hat, wenigstens in Deutschland, dennoch nachgelassen. Angesichts der Taten vom 7. Oktober ziehen viele zurecht Vergleiche mit Himmlers Einsatzgruppen, die ganz Osteuropa durchstreiften und wehrlose Juden massakrierten, auch wenn die Hamas-Terroristen keine solchen historischen Vorbilder benötigen. Als sie die Obstplantagen in der Umgebung des Supernova-Festivals durchkämmten, um schutzsuchende Überlebende zu exekutieren, dürfte ihnen vielmehr ein Hadith in den Ohren geklungen haben, das auch die Charta der Hamas zitiert: »Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: ›Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn!‹« In diesem Ungeist hat die Hamas innerhalb von nur 24 Stunden jedes genozidale Verbrechen begangen, das ihre weltweiten Unterstützer seit jeher Israel anlasten: Kindermord, Frauenmord, Vergewaltigung als Kriegswaffe. In der pathischen Projektion, die Juden für alles das zu verfolgen, was man selbst im Sinn hat, treffen sich nationalsozialistischer und islamischer Antisemitismus, und dem Frieden, den die Religion des Friedens meint, ist aufs engste verwandt die Totenstille, die Friedensdemonstranten sich wünschen, die einen »Waffenstillstand«, also die Selbstunterwerfung Israels an seine Todfeinde fordern.

Solcher Frieden meint im Grunde nichts anderes als den Zustand des Anorganischen, dem der Lehre Freuds in Jenseits des Lustprinzips zufolge alles Leben seiner eigenen Tendenz nach zustrebt, eine Tendenz, die ins Bewusstsein zu heben, zu reflektieren und der in bestimmter Negation zu widerstehen wäre, um den Tod zwar nicht abzuschaffen, aber seine Macht, die identisch ist mit der Ohnmacht der Menschen, endlich zu brechen. In der in Angstlust und Unfreiheit begründeten Weigerung, dieser ersten Pflicht der Zivilisation Folge zu leisten und dem Todeskult, dessen bedrohlichste Erscheinungsform heute der Islam ist, entgegenzutreten, ähneln sich vernebelte Friedensfreunde, Moralhausmeister und Kultursensible: Die Differenziertheit, auf die sie gegenüber der konzessionslosen Israel-Solidarität pochen, ist Ausdruck des Bedürfnisses nach kruder Undifferenziertheit, der Zweifel, den sie für sich in Anspruch nehmen, Camouflage des feigen Gehorsams gegenüber der Terrordrohung.

Während sich im Westen auch frühere Anhänger nahöstlicher Äquidistanz mitunter erschrocken zeigten von dem Grauen, dessen Förderung, Patronage und Verharmlosung man jahrelang gutgeheißen hat, ist in Israel niemand überrascht, zu welchen Methoden die Feinde bereit sind. Im schlimmsten Sinne überraschend war es jedoch, dass es der Hamas gelungen ist, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Das Versagen des israelischen Grenzschutzes hat das Vertrauen in die Armee geschwächt. Dass der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust in Israel stattfinden konnte, bedeutet einen Schock, weil ausgerechnet Israel, das sich als Nationalstaat aller Juden versteht, für sie zur tödlichen Falle wurde – und damit das Selbstverständnis jüdischer Souveränität, einen sicheren Hafen für weltweit Verfolgte zu bieten, radikal infrage steht. Weil Israels Feinde diesen Moment der Schwäche zum Auftrumpfen nutzten, ist es unabdingbar, der Hamas jetzt eine totale Niederlage zu bereiten.

Die Geister der Vergangenheit

Europäischen Politikern und Journalisten, die Israel in diesem Krieg ihre Solidarität zusichern, geht es leicht von den Lippen, dass man den Juden jetzt zur Seite stehen müsse, aus moralischer Verantwortung für den Holocaust. Leichter jedenfalls, als die politische Verantwortung zu übernehmen für die Beihilfe, die sie den Feinden Israels jahrelang geleistet haben. In der Hamas plötzlich einen unheimlichen Wiedergänger des NS zu erblicken, entlastet von einer Politik, die sehenden Auges das Mullah-Regime protegiert und weiterhin humanitäre Gelder in die Hände von Terrorbanden spült. Nur weil die offizielle deutsche Israelsolidarität nicht von einem realistischen Blick auf die andauernde Bedrohung des jüdischen Staats geleitet ist, sondern die Geister der Vergangenheit vertreiben will, können sich die Antisemiten mit Immatrikulationshintergrund, die jüngst in Berlin »Free Palestine from German Guilt!« skandierten, einigen Erfolg versprechen.[1] In Wahrheit forderten sie die Befreiung nicht Palästinas, sondern Deutschlands vom »Schuldkult«, um endlich hemmungslos die Juden als die Nazis von heute diffamieren zu können. Yossi Klein Halevi erklärte kürzlich, dass er der europäischen Sympathie für Israel, die sich auf den Holocaust beruft, aus eben diesem Grund misstraue: »That support is unstable; today it is applied to dead Jews, tomorrow to dead Palestinians.«[2]

Dass diese Skepsis nur allzu berechtigt ist, zeigte sich in den letzten Jahren exemplarisch daran, welchen Nährboden der Antisemitismus vor allem im deutschen Kulturbetrieb hat. Keine drei Jahre ist es her, dass sich führende deutsche Kulturfunktionäre ausgerechnet am »Tag der Menschenrechte« im Deutschen Theater in Berlin versammelten, um sich lauthals in einer Initiative GG 5.3 Weltoffenheit dafür auszusprechen, wieder Veranstaltungen der antisemitischen Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) mit Steuergeldern zu finanzieren,[3] obwohl führende BDS-Vertreter offen das Existenzrecht Israels bestreiten. Anlass zur Skepsis gibt auch das Herumlavieren, mit dem die politisch Verantwortlichen im vergangenen Jahr bis zum Schluss auf das als Kunst ausgegebene antisemitische Spektakel der documenta 15 in Kassel reagierten, statt es zügig zu beenden.

Staatsversagen und Bürgerpflicht

Unmittelbar nach dem 7.10. betonten zwar deutsche Regierungsvertreter gewohnt pastoral, bisweilen aber auch unmissverständlich, an der Seite Israels zu stehen. Gegen Israelhasser mit Palästinahintergrund in Deutschland wurden sogar ungewohnt scharfe Töne angeschlagen: Man wolle künftig »klare Kante« (Scholz) zeigen, was auch polizeiliche Maßnahmen, staatliche Restriktionen und Abschiebungen bedeute. Als Solidaritätsdemonstration sollte auch der Israelbesuch des Kanzlers zehn Tage nach dem Massaker verstanden werden: »Das ist ein Besuch bei Freunden in schwierigen Zeiten. Die Sicherheit Israels und seiner Bürger ist Staatsräson«, so Scholz.[4] Der Gedanke, dass die palästinensische Sache keine internationale Sozialkampagne im Zeichen des Mitleids, sondern eine in mörderischer Absicht gegen Israel gerichtete Amok-Mission ist, wird nicht mehr überall wütend abgewehrt. Aber so schwer ist die Anerkennung der Realität in diesem Fall auch nicht. Die palästinensische Flagge steht für antisemitische Hetze und Mord; von nichts anderem als Häme, kollektiver Gewissensliquidation und Zerstörungsdrang künden die hässlichen Aufmärsche in der ganzen Welt. Und jeder, der sich nicht von deutschen Nahostexperten hat verblöden lassen, kann wissen, dass die Hamas jede Menge Zuspruch aus der palästinensischen Volksgemeinschaft erfährt.

Merkwürdig und beunruhigend hingegen war die in dieser Dreistigkeit neue Bereitschaft von Frank-Walter Steinmeier, den Schutz jüdischer Einrichtungen und in Deutschland lebender Juden zur »Bürgerpflicht« zu erklären[5] und solcherart von einer hoheitlichen Staatsaufgabe in eine Aufgabe der Zivilgesellschaft umzuwidmen: So wie angesichts der »Corona-Herausforderung« alle Mundschutz tragen und sich impfen lassen sollten, wie alle sich angesichts der angeblich alternativlosen »Energiewende« Wärmepumpen und E-Autos zulegen sollen, so sollen nun alle auf ihre jüdischen Nachbarn aufpassen, damit ein gedeihliches Zusammenleben von Juden und Judenhassern möglich ist. »Schütze dich und andere« und »Danke, dass du mitmachst« als komplett entleerte Moralimperative, die, losgelöst von jeglicher historischen, politischen und pragmatischen Begründung, auch angesichts des wie lange zuvor nicht mehr virulenten Judenhasses als Mittel zur gesellschaftlichen Synthesis hinreichen sollen. Aufgeklärte Staatsbürgerschaft regrediert so zum behavioristischen Bevölkerungsmanagement, »Zivilcourage« zum Effekt effizient eingesetzten Nudgings: Wenn man nur die Mehrheit bei der Stange hält, wird schon alles gutgehen.

Falls unter diesen Bedingungen ein paar mehr Menschen als früher mit weiß-blauen Fahnen auf die Straßen gehen und ein paar mehr Kommentatoren als sonst in den sogenannten Mainstream-Medien für Solidarität mit Israel plädieren, sollte man sich dadurch also nicht täuschen lassen: Solche Solidarität wird praktiziert, weil sie angesichts der offenkundigen Bestialität opportun erscheint; sobald die gesellschaftliche Konstellation sich ändert, wird sie wieder zur Disposition stehen. Schon jetzt wird wieder lauter über die militärische Überlegenheit Israels geklagt, die eigentlich zu preisen wäre, als über die Barbarei seiner Gegner. Zivilisiertes Verhalten war in Deutschland seit jeher stärker als im übrigen Westen bestenfalls ein Ergebnis sinnvollen lebenspraktischen Kalküls sowie effizienter Staatsbürgerdressur und nur sehr selten Habitus, zweite Natur, Ergebnis gelungener gesellschaftlicher Vermittlung. Wer Israel zum Dialog ermuntert, sehnt hierzulande denn auch entweder selber unter dem Alibi diskurstheoretischer Versöhnungsbestrebungen das Ende des jüdischen Staates herbei oder hängt der geschichtsblinden Vorstellung an, mit Pfaffentum und sozialpädagogischer Kommunikationskompetenz wäre mordlüsternen Antisemiten beizukommen. Und wer dem angeschlagenen Israel Frieden anempfiehlt, meint in Wahrheit die Friedhofsruhe, die nach Israels Niederlage käme; Ruhe geben Israels Feinde erst, wenn Israel ausgelöscht ist.

Antisemitismus und islamische Apokalyptik

Bei näherem Hinsehen erweist sich das Gros der offiziellen Antisemitismuskritik selbst dort, wo es sich nicht um Lippenbekenntnisse handelt, als unfähig zur Konsequenz. Die aus – durchaus echter – Betroffenheit gespeisten Bekenntnisse werden in bewährte Floskeln gebracht. Statt das Spezifische, den antisemitischen Kollektivcharakter der globalen islamischen Pogromgemeinschaft zu benennen, wird die „Pflicht zur Solidarität“ mit bestialisch hingerichteten Juden dem allgemeinen Spektakel des moralischen Gutseins einfach hinzuaddiert. Gewiss, man muss von Politikern keine ideologiekritischen Abhandlungen erwarten und auch keine Kraftmeierei, für die die Lage ohnehin zu ernst ist. Richtige Symbolpolitik vermag es mitunter, Leuten, die selbst wenig Elan beim Denken zeigen, auf die Sprünge zu helfen. Die verwaltungstechnokratische Postpolitik, deren Protagonisten professionale Schönredner zum Zwecke des Fortgangs der Kapitalakkumulation sind, erschwert aber die notwendige politische Aufgabe, sich von der Dimension der antisemitischen Gewalt einen Begriff zu machen, um entsprechend zu handeln. Das bezeugt die jedes Mal aufs Neue demonstrierte Überraschung, das bezeugt aber auch die Bemühung, die Mörderbanden von ihrem Umfeld zu unterscheiden sowie die Weigerung, näher darauf einzugehen, warum der Schlachtruf der Killerkommandos Allahu Akbar lautet.

Die, die in den islamisierten Gegenden im Namen einer Befreiung Palästinas marodieren, sind als antisemitische Mordsekte, ihr Erlösungsantisemitismus ist als barbarische Gegenoffensive zur Idee der Emanzipation von Herrschaft überhaupt zu begreifen. Sie sind, wie ihre Förderer im Iran, besessen von der Halluzination, dass die Weltordnung von den Juden gelenkt werde, weshalb diese – überall – eliminiert werden müssen. Sie führen sich auf wie Bestien und versprechen sich davon Erlösung. Bis dahin können sie auf Zuspruch von zu Hause rechnen: Noch im Blut seiner Opfer stehend meldete sich ein Mitglied des palästinensischen Einsatzkommandos bei seinen Eltern und meldete stolz Vollzug. Die vorstiefelnden Mörder und ihre Claqueure inszenieren sich als Vorboten einer neuen Zeit, ihre apokalyptische Mission, bei der verbreiteter Schrecken immer auch als Botschaft an die verweichlichten Ungläubigen verstanden werden soll, setzt sich explizit gegen jegliche Politik des Interessenausgleiches. Gegen sie helfen weder Diplomatie noch Pädagogik. Sie müssen unschädlich gemacht werden, angefangen bei ihren Frontkämpfern, der Hamas.

Es betrifft dies auch die Aufklärung über den islamischen Antisemitismus in Deutschland, der lange Zeit als fehlgeleitete Kritik von Hitzköpfen verharmlost wurde, denen man trotz allem zugesteht, einer diffusen Gerechtigkeitsidee anzuhängen. Die im nationalen politischen Bildungsauftrag verankerte Annahme, Aufklärung sei im Wesentlichen eine Kompensation von Wissensdefiziten, ist ein verbreitetes Missverständnis, dem sich wohl auch die Begeisterung für »Fakten« und »Wissenschaft« verdankt, mit denen man neuerdings politischen Deformationen aller Art zu Leibe rücken möchte. Die Erfolglosigkeit scheint kaum zu irritieren, worauf die Tatsache verweist, dass es noch nie so viele Institutionen gegeben hat, die für mehr Frieden, Demokratie und Deradikalisierung pädagogisieren und sozialmanagen, während die Realität immer finsterer wird. Meinte man es wirklich ernst, wäre anstelle des Ausbaus toleranzpädagogischer Präventionsangebote einiges umzukrempeln: schulpolitisch, integrationspolitisch und außenpolitisch.

Äquidistanz als Propaganda

Das kämpfende Israel ruft erwartungsgemäß eine Mehrheit von Relativierern, Antisemitismusverstehern und mitleidsheuchelnden Scharfmachern auf den Plan. Es wird immer dann auf Ausgewogenheit und Differenzierung gepocht, wenn es nur noch darum zu gehen hätte, den Antisemiten souverän entgegenzutreten, um sie auszuschalten. Am 18. Oktober hieß es auf Zeit Online zum von der Hamas-Propaganda gestreuten Gerücht, Israel habe ein Krankenhaus in Gaza niedergebombt: »Nach der Tragödie im Ahli-Krankenhaus bleibt der kollektive Aufschrei aus. Für das Gebiet gelten längst nicht mehr die gleichen Standards wie für den Rest der Welt.«[6] Die Hamas hatte behauptet, dass Israel durch einen Luftangriff auf ein Krankenhaus über 500 Menschen getötet habe. Indizien gab es weder für einen israelischen Angriff noch für die Anzahl der Opfer. Dennoch wurde der Hamas auch im Öffentlich-Rechtlichen nachgeplappert. Der Vorfall bezeugt wie schnell und schamlos die auf politische Korrektheit gepolten Medien zu antiisraelischen Propagandaorganen verkommen. Man sagt bei alledem nicht mehr: die bösen Juden, sondern betrauert »die Opfer auf beiden Seiten«.

Die Flucht ins Allgemein-Menschliche, begleitet von der unsäglichen Rede vom Konflikt, die zum Ausdruck bringt, man habe es mit zwei gleichrangigen Kontrahenten zu tun, setzt zwingend die Abspaltung des vernichtungsantisemitischen Charakters der palästinensischen Sache voraus. Ferner ist jede Klage über zivile Opfer Propaganda, wenn sie ignoriert, dass ziviles Leben im vollständig militarisierten Gazastreifen zuallererst der Hamas und der palästinensischen Mehrheit, die sie unterstützt, ein Dorn im Auge ist. Die Hamas selbst verwischt die Trennlinie zwischen Zivilisten und Kombattanten, erzieht selbst Kinder zu Märtyrern, missbraucht sie als menschliche Schutzschilder und heuchelt dann Trauer über ihren Tod. Das alles bekümmert die Mitleidspropagandisten genau so wenig wie die Tatsache, dass die israelische Armee wie keine andere alles versucht, um unbewaffnete Opfer zu vermeiden. Die brutal äquidistante Berichterstattung, die, um maximale Rührseligkeit bemüht, nicht einmal davor zurückschreckt, auf die Hamas als Quelle zurückzugreifen, befeuert den Wahn jener, die der traditionell geschichtsrevisionistischen Halluzination eines israelischen Vernichtungskrieges gegen die Palästinenser anhängen. Diese toben sich nicht nur auf deutschen Straßen aus, sie müssen auch als vom Pogrom freudig erregte Prominente wenig fürchten, wie etwa im Fall des FC Bayern-Spielers Noussair Mazraoui oder erlangen ­– zur Hetzmeute formiert – nicht selten Diskurshoheit in den Kommentarspalten, wenn es um Israel geht.

»Gegen jeden Antisemitismus!«

Es hapert schon bei der Feindbestimmung, die sich im Slogan »Gegen jeden Antisemitismus!« ausdrückt. Wo ein Hubert Aiwanger mehr Antisemitismuskritiker auf den Plan ruft als die Hamas, sollte man nicht hoffnungsfroh auf die Praxiswirksamkeit der institutionalisierten Antisemitismuskritik setzen. Als Steinmeier kurz nach dem 7.10. alle Bürger aufrief, die Sicherheit der Juden in Deutschland zu gewährleisten, handelte es sich denn auch um nichts anderes als die Bankrotterklärung des Staates. In ihr klingt an, dass der Staat nichts mehr im Griff hat. Und das liegt nicht an verschwörungsirren Reichsbürgern, sondern an den politisierenden Moslems, deren Zahl wächst. Henryk M. Broder verriet in einem TV-Interview, dass er bescheiden geworden sei, was seine Forderungen betrifft: Er begrüße die Regierungsstatements.[7] Er registrierte aber auch, dass die, die sich hinter Israel stellen, nicht zugeben, dass sie in den letzten Jahren fast alles falsch gemacht haben. Von den Hilfen für Palästinenser über die Integrationspolitik bis hin zur Stabilisierung des Iran. Man schreckt vor notwendigen Einsichten aus guten Gründen zurück, denn man ist mit dem moralberauschten und peinlich selbstbezogenen Erbauungsprogramm gescheitert, nicht nur, was Israel betrifft, sondern auch in der Integrationspolitik. Es gab genügend Warnungen, dass es unangenehm wird, wenn massenhaft Menschen aus Ländern aufgenommen werden, wo der Antisemitismus als Alltagspraxis die Aufrechterhaltung des herrschenden Elends sichert. Die antisemitische Verrohung, die in vielen Großstadtschulen bereits Alltag ist, bezeugt das komplette Scheitern der deutsch-europäischen Integrationspolitik. Die Strategie, integrations- und ordnungspolitisch auf die Unterstützung islamischer Communities und Familienverbände zu setzen, hat bewirkt, dass diese ihre Machträume ausweiten konnten. Dass die Hofierung der islamischen Rackets, die übernehmen sollen, was der Staat nicht mehr zu besorgen vermag, auf Kosten der europäischen Juden geht, ist das eigentliche Tabu, an das bis heute niemand rühren darf. Wer das auch in der deutschen Integrationspolitik dominante Appeasement gegenüber dem Islam benennt, gar kritisiert, wird seit Jahren öffentlich angerempelt. Die geschlossenen islamischen Gemeinschaften entfalten derweil für ihre Mitglieder eine spezifische Dynamik, die in den Blick geraten müsste, wenn man sich dem Phänomen islamischer Antisemitismus zuwendet, wozu es aber schon deswegen nur selten kommt, weil die Zunft der Autoritarismusbeforscher es bevorzugt, sogenannte Biodeutsche auf die Couch zu legen. Antisemitismus wird im orthodoxen Alltagsislam von klein auf einsozialisiert, die sakral aufgenordeten Palästinenser fungieren dabei als Projektionsfläche für die gegen jede minimale Freiheit rebellierenden Verlierer, deren Rache- und Aneignungstrip das perspektivlose Elend kompensiert. Daher die Wucht der Aufmärsche. Sie haben zudem die Erfahrung gemacht, gedeckt zu werden: von linken Lehrern und Sozialarbeitern, von bedenkenträgerischen Politikern, von den zahlreichen wissenschaftlichen Streitern wider antimuslimischen Rassismus, jenem Schutzprogramm für alle, die als verfolgende Unschuld unterwegs sind.

Hierfür steht auch die progressive Schickeria, die noch vor kurzem damit beschäftigt war, die Abschaffung der Demokratie in Israel zu behaupten. Einen Tag nachdem Georg Restle auf einer höheren Stufe der Palästinasolidarität verlautbart hatte, dass die Beklatscher der Pogrome der »Sache der Palästinenser« nicht mal den »geringsten Gefallen« tun, war er schon wieder dabei, von den Hamas-Mördern abzulenken: »Wir kritisieren zu Recht den wachsenden Antisemitismus mit Blick auf Israel und gleichzeitig wird [mit der AfD] eine Partei geradezu hofiert, deren völkisch-nationalistische Ideologie im Kern antisemitisch ist. Auf allen Kanälen gestern.«[8] Das behauptet er, ohne es am Programm auszuweisen. Dass die AfD es nicht mit Adornos kategorischem Imperativ hält, eine Neigung zum Jammern und keine schwerwiegenden Probleme mit Deutschland hat, lässt sich zweifelsohne belegen, wer aber die Wählerstimmen für die AfD mit den sadistischen Morden vergleicht, hat seine Urteilsfähigkeit vollends eingebüßt.

Resistenz oder Selbstzerstörung des Westens

Je begriffsloser die Vokabel Antisemitismus wird, desto häufiger und beliebiger kann sie eingesetzt werden. In dieser Unbestimmtheit wird Antisemitismus vergleichbar mit allem, was akademisch gebildete Deutsche unter den Begriff »gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« zu subsumieren gelernt haben. Mehr noch als mit der Konzentration auf den »sekundären Antisemitismus« wird mit dem »strukturellen Antisemitismus«, den man Querdenkern, Regierungskritikern, Klimaleugnern etc. pauschal andichtet, Verharmlosung betrieben. Texte werden nach Signalwörtern wie »Elite«, »Globalismus« oder »internationale Klasse« durchsucht und bei entsprechendem Erfolg wird »Antisemitismus« geschrien, nur um am Ende eine Delegitimierung des Staates zu diagnostizieren, um dessen Gunst man buhlt.

Dem AfD-Chef Tino Chrupalla, dessen antiamerikanisch grundiertes Annäherungsbedürfnis gegenüber der russischen Despotie einem Teil des Volks aus der Seele spricht, ist vorzuwerfen, dass sein friedensbewegtes Geschwätz darauf zielt, Israel im Jargon der Äquidistanz das Verteidigungsrecht abzusprechen, womit er den außenpolitischen Kurs der Partei bekräftigt, in deren Vorstellung einer multipolaren Weltordnung das Chaos gerade dadurch befeuert wird, dass zwischen spätkapitalistischer Deformation und zivilisationsfeindlicher Gewaltherrschaft nicht mehr unterschieden werden soll: »Der Angriff der #Hamas auf #Israel ist zu verurteilen. Ich trauere um alle Kriegstoten. Jetzt müssen die Staaten der Region auf Deeskalation setzen, um einen Flächenbrand abzuwenden. Diplomatie ist das Gebot der Stunde. Eine tragfähige Lösung für alle Seiten muss das Ziel sein!«[9]

Für manchen, der sich von der AfD ein wirksameres Vorgehen gegen die islamische Massenmigration versprochen hat, mögen solche Äußerungen enttäuschend gewesen sein. Tatsächlich bestätigen sie nur, was man sich schon vorher hat denken können: Anders als in Dänemark, in vielen osteuropäischen Staaten oder auch Großbritannien, gibt es in Deutschland keine im substanziellen Sinn konservative Partei, die die fortschrittlichen Momente des bürgerlichen Republikanismus, des Liberalismus und einen triftigen Begriff vom Sozialstaat gegen deren Feinde verteidigen würde. Vielmehr zeigt sich an der weitgehenden Konvergenz der Positionen der AfD mit den von ihr selbst so genannten Altparteien in puncto Israelsolidarität, was auch viele, die Deutschland für eine Speerspitze des Westens halten, partout nicht wahrhaben wollen: Dass Deutschlands oft missverstehend als »dritter Weg« bezeichnete Positionierung gegenüber dem, was triftig als Westen zu bezeichnen wäre, in der Hauptsache darin besteht, die selbstzerstörerischen Tendenzen, die die bürgerlichen Gesellschaften des Westens aus sich selbst hervorbringen, zu inkarnieren und auf die Spitze zu treiben statt sie einzuhegen. Deshalb ist es so verlogen wie hilflos, wenn wieder- oder neugeborene Rechte, die ihr Rechtssein gegen den Opportunismus der Linken ausleben, die am 7. Oktober manifest gewordene Todesdrohung gegen Israel und die islamische Gefahr in Westeuropa einzig als eine importierte verstehen, der durch Export der Gefährder schon beizukommen wäre.

Es war der Westen selbst, und zuvorderst Deutschland als der Anti-Westen im Westen, der denjenigen, vor denen inzwischen selbst der Kanzler glaubhaft Angst zu bekommen scheint, die Möglichkeiten der Globalisierung ihres Hasses eröffnet hat, die diese nun nutzen. Nur durch Selbstreflexion dieser Aporie des Westens, die mehr ist als ein korrigierbarer Fehler, könnte der Westen seine Resistenzraft zurückgewinnen. Am Beginn solcher Reflexion müsste die Einsicht stehen, dass aufgrund der Geschichte Israels das, was in Israel geschieht, die Zivilisation selbst und den Begriff des Westens genuin betrifft. Die von senilen Friedensrentnern und aggressiven Anerkennungsaktivisten beklagte militärische Übermacht Israels, seine Stärke und vermeintliche Unerbittlichkeit bei der Verteidigung gegen seine Feinde sind Index dessen, dass die Menschen, wenn der Begriff der Menschheit noch etwas bedeuten soll, auf Mut, Stärke und Unerbittlichkeit nicht verzichten können. Weichheit, Freundlichkeit und Zartheit, Kooperationsbereitschaft und Entgegenkommen sind keine allmenschlichen Natureigenschaften, die nur ordentlich gehegt werden müssten, um sich zu entwickeln, und die durch Kälte, Egoismus und Überheblichkeit der Zivilisation bedroht wären. Sie sind vielmehr etwas sehr Spätes, das ohne die zivilisatorische Kälte, ohne die Entschlossenheit, für das als richtig Erkannte einzustehen und ohne den Widerstand gegen die Barbarei nicht zu haben ist. Diesen Kampf wird Israel in den kommenden Monaten gegen einen gestärkten Feind führen müssen. Wie einsam der Staat der Juden dabei sein wird, hängt davon ab, wie viele die Angriffe der Hamas persönlich nehmen: als Angriff nicht allein auf Israel und nicht auf das »Wir« einer chimärischen Wertegemeinschaft, sondern als Angriff auf jeden, der sich von der Welt noch etwas verspricht und im Antisemitismus die gewaltigste Kraft erkennt, die der Idee von Menschheit entgegensteht.

Thunder in Paradise


[1] https://twitter.com/berlinerzeitung/status/1714694235390091763

[2] https://blogs.timesofisrael.com/what-this-war-is-about/

[3] https://www.youtube.com/watch?v=i2JPpgQhVR0

[4] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/scholz-israel-besuch-100.html

[5] https://www.zdf.de/nachrichten/politik/steinmeier-bundespraesident-israel-kundgebung-berlin-100.html

[6] https://www.zeit.de/politik/2023-10/krankenhaus-gaza-israel-debatte-tote-verletzte

[7] https://www.youtube.com/watch?v=eJl2xCkNyD0

[8] https://twitter.com/georgrestle/status/1711310153335660587

[9] https://twitter.com/Tino_Chrupalla/status/1712056218640945390